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April 2019

DÜSTERE AUSSICHTEN

© Pixabay/rawpixel

Die Perspektiven für die Weltwirtschaft trüben sich ein. Für dieses Jahr hat die Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO) ihre Prognose deutlich zurückgenommen und erwartet nun nur noch ein Wachstum von 2,6 Prozent. Zuvor war sie dagegen von einem Plus von 3,7 Prozent ausgegangen. Mit dieser kräftigen Kürzung fällt die Prognose auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren. Und auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumserwartungen gerade nach unten korrigiert. Besonders der anhaltende Handelskrieg zwischen den USA und China beunruhigt die beiden Organisationen. Kein Wunder, stehen sich mit den beiden Nationen doch die zwei größten Volkswirtschaften der Welt gegenüber (sieht man einmal von der Europäischen Union als Staatenverbund ab)."Angesichts der enormen Handelsspannungen sollte sich niemand über diesen Ausblick wundern", sagt WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo deshalb über die gekürzten Prognosen. Solange diese Unsicherheit bestehen bleibt, glaubt Azevêdo nicht, dass der Welthandel wieder zu alter Stärke zurückfinden wird. Diese Hindernisse im Welthandel bekommt auch die deutsche Industrie zunehmend zu spüren. Als Exportweltmeister hängt Deutschlands Industrie stark von ihren Ausfuhren ab. Im Februar 2019 musste die Branche ein sattes Minus von 4,2 Prozent bei den Bestellungen hinnehmen. Das ist deutlich schlimmer, als Experten im Vorfeld vermutet hatten. Volkswirt Jens-Oliver Niklasch von der LBBW kommentierte diese schlechten Zahlen: "Die Industriekonjunktur ist wohl schon fast im freien Fall." Neben dem schwelenden Handelskrieg hat die WTO aber noch weitere Krisenfaktoren wie die Volatilität an den Finanzmärkten und die straffere Geldpolitik in den Industrieländern ausgemacht. In den USA hat die Notenbank Federal Reserve den Leitzins bereits deutlich erhöht. Höhere Zinsen gelten allgemein als schädlich für die Konjunktur, weil Verbraucher dann eher dazu neigen, Geld zu sparen als es auszugeben. Nicht zuletzt machen sich Ökonomen Sorgen, weil in den USA die Zinskurve invers geworden ist. Das bedeutet, dass kurz laufende Anleihen mehr Rendite bieten als die lang laufenden Papiere - normalerweise ist es umgekehrt. In der Vergangenheit war solch ein Szenario oft ein Indikator für eine sich anschließende Rezession. Ob aber die USA wirklich in den Abschwung stürzen, ist nicht unbedingt ausgemacht. "Meiner Meinung nach haben wir in jüngster Zeit einen überzogenen Pessimismus beobachten können - diese Einschätzung, dass die USA unmittelbar vor einer Rezession stehen oder sich bereits in einer Rezession befinden. Ich halte das für übertrieben", sagt Anleiheexperte Michael Hasenstab von der Fondsgesellschaft Franklin Templeton. Für Anleger bleibt es damit spannend, schließlich ist eine wachsende Wirtschaft ein entscheidender Treiber für die Gewinne der Unternehmen und somit auch für die Aktienkurse.


"Euro" Nr. 05/2019 vom 17.04.2019 Seite 54,55 Ressort: Börse & Investments

Quelle: Finanzen Verlag GmbH


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